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<  Allgemeines Fernabitur Forum  ~  Ersatz fuer Abitur am Gymnasium

BeitragVerfasst: Do 06.05.2004 23:50
Neu hierNeu hierBeiträge: 2Wohnort: MilfordRegistriert: Do 06.05.2004 23:42
Hi ihr
Hoffe jemand kann mir weiterhelfen.
Ich bin zurzeit in der 11. Klasse eines beruflichen Gymnasiums und habe noch zwei Jahre bevor mir. Da mir das einfach zu lange erscheint und ich mit Nebenjob und anderern Aktivitaeten meine Zeit unabhaengiger von bestimmten Plaetzen und Zeiten gestalten will hab ich mir ueberlegt es mit dem Fernabi zu versuchen. Ist's denn moeglich das in etwa einem Jahr durchzufuehren? Oder ist es ueberhaupt eine gute Idee dadurch eine Ausbildung an einem staatlich anerkannten Gymnasium zu ersetzen?
Ralf


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BeitragVerfasst: Fr 07.05.2004 09:33
BenutzeravatarAdministratorAdministratorBeiträge: 217Registriert: Sa 28.06.2003 10:10
Hallo Ralf,

der Schritt vom Gymnasium zum Fernstudium will gut überlegt sein. Da du ja noch in deinen Klassenverband integriert bist und lediglich wegen der - vermeintlichen - Zeitersparnis sowie der Flexibilität planst, ein Fernabitur zu beginnen, würde ich persönlich dir von deinem Vorhaben eher abraten. Bedenke, dass du als Fernabiturient die staatlichen Externenprüfungen ablegen musst, was konkret bedeutet: acht Prüfungsfächer, darunter mindestens zwei Fremdsprachen. Auf deinem Gymnasium würdest du hingegen "nur" in vier Fächern geprüft. Weiterhin scheint es mir kaum realisierbar, den gesamten Stoff von jetzt bis zum Oktober dieses Jahres durchzuarbeiten, um dann die Probeklausuren als Vorbereitung für die staatlichen Prüfungen im Februar und Mai 2005 zu absolvieren. Nur so wäre ja die Zeitersparnis von einem Jahr gegenüber dem Gymnasium machbar. Ich befürchte, bei solch hoch gesteckten Zielen würde deine Freizeit noch eher leiden als in der derzeitigen Situation - zumal wenn du beabsichtigst, deinem Nebenjob mehr Zeit einzuräumen. Schließlich kommt natürlich auch noch der nicht unwesentliche finanzielle Aspekt hinzu, den du am Gymnasium im Vergleich dazu geradezu vernachlässigen kannst.
Insgesamt spricht meiner Meinung nach vieles dafür, dass du die auch die letzten beiden Schuljahre noch am Gymnasium absolvierst. In deiner Situation erscheint mir dieser Weg als wesentlich leichter!

Viele Grüße,
Florian


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BeitragVerfasst: Fr 07.05.2004 15:49
Neu hierNeu hierBeiträge: 2Wohnort: MilfordRegistriert: Do 06.05.2004 23:42
sorry, wenn ich mich nicht so klar ausgedrueckt habe. Zurzeit bin ich als Austauschschueler in den USA. Da dieses Jahr in Deutschland nicht anerkannt wird, werd ich dort noch zwei Jahre vor mir haben; von SEP 04 bis JUN 06. Das Fernabi wuerde ich zur selebn Zeit beginnen wie das naechste Schuljahr - Mitte naechsten Septembers, wenn ich wieder in daheim bin.
Wuerde es so gesehen Sinn machen ein Fernabi zu versuchen?

Vielen Dank aber schon mal fuer die rasche Antwort - der finanzielle Aspekt und die tatsaechlichen Kosten werden mir noch zu denken geben.

Ralf


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BeitragVerfasst: Sa 08.05.2004 07:36
BenutzeravatarAdministratorAdministratorBeiträge: 217Registriert: Sa 28.06.2003 10:10
Hallo Ralf,

wenn du im September diesen Jahres mit dem Fernabi anfängst und dir die Abiturprüfungen 2006 als Ziel setzt, sieht die Sache schon realistischer aus. Dann hättest du einschließlich der Prüfungsphase 20 Monate Zeit, vorgesehen sind beim dritten Einstieg 30 Monate für das durcharbeiten des Materials (bei ca. 15 Stunden Wochenlernzeit, schnelleres Vorgehen ist natürlich möglich). Hinzu kommt noch etwas Zeit für die Prüfungsphase. Allerdings hättest du dann keinen zeitlichen Vorteil gegenüber deinen Mitschülern am Gymnasium, die ja ihre Prüfungen auch im Frühjahr 2006 machen.
Ganz anders stellt sich die Sache dar, wenn du beabsichtigst, noch ein paar Jahre in den USA zu bleiben - dann könntest du nämlich auch von dort aus das Fernabitur absolvieren und hättest zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen... :D

Gruß,
Florian


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BeitragVerfasst: So 23.05.2004 18:21
StammgastStammgastBeiträge: 144Registriert: Sa 27.03.2004 13:01
Hallo du!

Ich habe selbst das Fernabi als "Ersatz" für das Gymnasium gewählt..ich bin letztes Jahr von der zehnten in die zwölfte gesprungen, hatte aber vorher schonmal zwei Jahre wegen Krankheit wiederholt...insgesamt war meine Bildung in manchen Fächern ziemlich lückenhaft (z.B. Mathe :roll: ), in anderen eher überdurchschnittlich, weshalb ich mich auch in der zwölf teils gelangweilt hab und andererseits die Befürchtung hatte, in Mathe durchzurasseln.

Hab also dann gegen Oktober die Schule gänzlich abgebrochen, mein Glück erst bei der HAF versucht, dann im März zur ILS gewechselt. Ich muss sagen, es gefällt mir an sich ganz gut, allerdings ist es ein wenig einsam. Erst war ich froh all die "nervigen" Mitschüler nicht mehr sehen zu müssen, andererseits fehlt mir inzwischen doch der Kontakt. Das spornt mich allerdings mehr dazu an, das Fernabi jetzt schnellstmöglich durchzuziehen, da ich mich ziemlich auf das Studium (und eben auch das Unileben;) ) freue.
Mit dem Nebenjob sieht es da schon anders aus - ich dachte das würde ziemlich locker laufen, allerdings schlaucht es schon. Ich arbeite eigentlich nur einen Tag in der Woche, dafür aber 12 Stunden und dazu noch ein paar Sachen, die ich zu Hause bearbeite. Dafür gehen der Montag und der Dienstag drauf. Bleiben Mittwoch und Donnerstag zum Lernen - Wochenende geht für meine Fernbeziehung drauf -ich lerne da zwar schon, aber auf mehr als ein paar Stündchen komme ich nicht. Fazit: Zeitersparnis ist nicht...

Was aber wirklich gut ist, ist die freie Zeiteinteilung. So kann ich Stoff, den ich schon kenne an einem Tag durchlesen und bearbeiten (in der Schule wäre dann Langeweile angesagt gewesen) und auch die Reihenfolge beliebig festlegen.

Allerdings musst du auch wissen, ob du genügend Motivation hast - teilweise hat man einfach keinen Bock zum Lernen, sollte es aber trotzdem tun. Diese Selbstdisziplin über gut zwei Jahre durchzuhalten ist sicherlich nicht einfach. (ich strauchel teils jetzt schon)
Auch solltest du gut aus Büchern lernen können..

Also, überlegs dir gut - ist der Schritt einmal gemacht, kann man schwer wieder zurück..

Viele Grüße,

~Sarah~


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