Autor Nachricht

<  Tipps und Erfahrungsberichte  ~  Ausgleich im Fernstudium?

BeitragVerfasst: Mo 05.05.2008 18:04
Neu hierNeu hierBeiträge: 6Registriert: Mo 05.05.2008 17:30
Hallo allerseits,

ich bin neu hier und hätte da auch gleich ein paar Fragen zum Fernabitur.

Da ich meinen erweiterten Realschulabschluss nicht geschafft habe konnte ich nicht auf's Gymnasium gehen und habe ein Jahr Höhere Handelsschule drangehängt, um jetzt im Sommer endlich meinen Erweiterten zu erhalten.

Blöderweise hab ich's wieder nicht gepackt und wollte nun mit 17 J. das Fernstudium Abitur bei ILS beginnen.

Naja der eigentliche Grund für das Versagen ergab sich bei einem Besuch bei einer (Diplom-)Psychologin.

Nach einigen Tests ergab sich dass ich, wie auch meine Schwester einst, an ADS leide. Daneben ergab sich nach mehreren Intelligenztests jedoch dass ich mit einer überdurchschnittlichen Intelligenz (~128) begünstigt bin und nach Meinung meiner Psychologin das Abitur eigentlich locker schaffen dürfte.

Da der Abschluss leider versaut ist, bleibt eben nur noch das Fernstudium.

Das Einzige, was mich jedoch davon abhält ist der Soziale Kontakt, der beim Fernstudium ja benachteiligt wird. In der Schule hat man eben noch die Klassenkameraden etc. wenn man jedoch mehrere Stunden am Tag lernen muss vereinsamt man doch!?

Dazu würde ich gern wissen, ob es zu schaffen ist, der Abiturlehrgang in etwa zwei Jahren (statt ~3-4) zu schaffen wenn man dafür auch statt den vorgeschlagenen 15 Wochenstunden (3/Tag Mo-Fr) etwa 6 Stunden (konstant) lernt (quasi als Vollzeitstudium)?

Was macht ihr als Ausgleichssport bzw. Aktivität neben dem täglichen Lernen?

Würde mich über ein paar Antworten freuen,

Gruß Wiegehtdas


Offline Profil
BeitragVerfasst: Mo 05.05.2008 18:29
Extrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 340Wohnort: HeusenstammRegistriert: So 14.11.2004 08:55
Hallo Wiegehtdas,

es muss doch die Möglichkeit der Wiederholung an der HöHa für Dich geben, damit Du den erweiterten Realschulabschluss bekommst.

Die Frage ist, warum hat es nicht geklappt mit dem Abschluss? ADS ist das Allerweltswort, wenn irgendwo in der Schulkarriere etwas schief läuft. Wieso sollte es jetzt mit dem Fernabi klappen? Ändert sich etwas an der (Lern)Situation, wenn du das Fernabi machst? Du bzw. Deine Eltern würden eine Menge Geld in den Sand setzen. Ich würde mir das gut überlegen.

Als Aktivität neben dem Lernen gibt es den Job, der das ganze finanziert. :wink:

Viele Grüsse
Franzi


Offline Profil E-Mail senden Website besuchen YIM
BeitragVerfasst: Mo 05.05.2008 20:03
Neu hierNeu hierBeiträge: 6Registriert: Mo 05.05.2008 17:30
Nun ja, zum einen liegt es am Unterrichtsstoff der meist langweilig ist aber dann auch daran, dass ich kein Zeitgefühl habe (vergesse jeden Morgen die Zeit und habe mind. 30 Verspätungen im Zeugniss), dem Unterricht einfach nicht folgen kann (häufig bei ADS) und deshalb in fast jedem Fach mündl. eine 5 bekommen habe.

Zudem habe ich immer zuspät angefangen zu lernen wobei ich das ganze Jahr max. für ein bis zwei Arbeiten gelernt habe.

Am Ende des Jahren habe ich dann immer noch probiert kippen aber ich hatte das ganze Jahr eben keinen Zeitplan und konnte mir deshalb nichts einteilen. In den Abschlussarbeiten habe ich das erste mal Medikamente gegen ADS bekommen (Medikanet) und habe dann komplett ohne zu lernen in Englisch und Deutsch die besten Arbeiten aus der Klasse geschrieben.
In Mathe leider nur eine 4, ich kann's irgendwie nicht.

Aber am Fernstudium reizt mich eben, dass man nicht seine 3 Jahre absitzen muss sondern sich die Dauer eben auch verkürzen lässt. Zudem wird mündl. nicht gewertet (ich schreibe eigentlich nur 2en aber müdl. bekomme ich durchgehend 5en).

Durch die Einsendeaufgaben hat man (stell ich mir jetzt mal so vor) einen roten Faden, der einem eben das Tempo vorgibt.

Ich bin auch ziemlich motiviert und habe mir ein paar Bücher um lernen zu lernen gekauft.

Gibt es eigentlich Beispieleinsendeaufgaben damit man mal sehen kann wie die Aufgebaut sind?

Gruß


Offline Profil
BeitragVerfasst: Mo 05.05.2008 20:16
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 629Wohnort: NRWRegistriert: Di 13.03.2007 16:12
Hallo Wiegehtdas,

grundsätzlich ist es natürlich möglich das Abitur schneller zu machen als in der vorgegebenen Zeit. Das nehmen sich alle vor! Aber realistisch ist es meiner Meinung nach nicht. Die meisten brauchen eher die doppelte Zeit (und ich schließe mich da nicht aus). Das ist auch ok, die meisten machen ihr Fernabitur weil sie die Zeit nicht in der Schule sitzen können. Ich behaupte über 90% derer, die es im Fernabitur bis in die Oberstufe geschafft haben, würden eine "normale" Schule vorziehen. Das ist zumindest das was ich an Feedback von anderen bekomme.

Auch wenn sich das nicht so anhört, ich bin mit dem Fernabitur zufrieden, aber es ist wirklich schwer! Und damit meine ich nicht mal den Stoff (obwohl Mathe mir echt meine Nerven raubt), sondern die Disziplin... das lässt sich auch mit einem hohen IQ nicht leichter schaffen.

Wenn Du meinen Rat willst: geh an die Schule!

LG Jennie

PS. Der Unterrichtsstoff wird übrigens nicht interessanter nur weil man sich selbst durchbeissen muss... :wink:



_________________
Whether you think you can,
or you think you can't.
You're right.
(Henry Ford)

http://fernabitur.wordpress.com/
Offline Profil Website besuchen
BeitragVerfasst: Mo 05.05.2008 21:35
StammgastStammgastBeiträge: 144Registriert: Sa 27.03.2004 13:01
Jop, ich schliesse mich da den anderen an.

Bewerte vor allem den IQ nicht über. Ich war selbst in einer Hochbegabtenklasse und bin vorher nach umfassenden Tests als HB eingestuft worden. Dennoch habe ich für den Fernlehrgang die Regelzeit + ein 3/4 Jahr gebraucht - eben unter anderem deshalb, weil ich es nie gelernt hab, tatsächlich zu lernen. Vorher dachte ich auch noch "hey, Du hast nen IQ über 130, das wird ein Klacks!" - inzwischen weiß ich, dass ich mich völlig selbst überschätzt habe und viel zu überzeugt von mir daran gegangen bin (verkürzen, 1xer Abi, nur einsen schreiben etc..).

Es klingt bei Dir ähnlich, wenn Du ohne groß zu lernen gute Noten schreiben kannst. Das war in der Schule auch immer mein Vorteil - man muss nur da sein und kann dann irgendwie einfach alles. Ideal um eine ziemliche Faulheit zu kultivieren. (für mich gesprochen)
Beim Fernabi muss man ziemlich kämpfen - ich hab trotz meines ach so hohen IQs auch keine überragenden Abinoten erzielt (hab bisher nur das schriftliche hinter mir, bin zwar zufrieden, aber wäre in der Schule eben besser gewesen, weils um Welten einfacher ist) und festgestellt, dass ich immernoch ein kleines Problem damit habe, wirklich richtig fleißig zu lernen, wenn ich niemanden zum Reden habe.
Da sind diejenigen, die das von Anfang an gelernt haben klar im Vorteil. Ich stelle mir vor, dass es mit ADS noch wesentlich schwerer wird. Ich will damit keine Standpauke oder sonstwas halten, aber während der Schulerfolg im Verhältnis zum Aufwand sicher noch mit dem IQ zusammenhängen kann, ist es beim Fernabi komplett anders. Natürlich hat man Vorteile, wenn man ne schnelle Auffassungsgabe hat, aber weitaus wichtiger ist Fleiß, Sitzfleisch, Durchhaltevermögen und die richtige Lernmethode. Es gibt auch unterschiedliche Lerntypen - ich habe zb festgestellt, dass ich eigentlich überhaupt nicht der Typ bin, der allein aus Büchern lernen kann - sowas solltest Du auch bedenken, IQ und ADS hin- oder her.

Eine Frage stellt sich mir aber - wenn es jetzt unter Medikation doch so prima für Dich lief - warum versuchst Du es unter diesen Voraussetzungen nicht nochmal? Wenn irgendwelche Regelungen von wegen Maximalversuchen dagegenstehen, könnte man dem mit der medizinischen Begründung vllt entgegengehen.

Falls das nicht geht - stell Dir das Fernlernen nicht einfach vor. Wenn Du immernoch Aufmerksamkeitsdefizite hast, wird es kein Spaziergang. Auch solltest Du bedenken, dass sich an den Kurs selbst noch eine Prüfungsphase anschliesst und Du, falls Du in zwei Jahren durchkommst (was ich Dir ja von Herzen gönnen würde) noch ein 3/4 Jahr für die Prüfung dranhängen musst, so dass Du effektiv doch wieder auf 3 Jahre kommst.

Ich will Dich hier nicht entmutigen, nur fürsprechen, es erst mit allen erdenklichen anderen Methoden zu versuchen, bis Du aufs Fernabi ausweichst, da dieser Weg einfach der teuerste, schwerste, sowie zeit- und nervenaufwändigste ist und man im Falle eines Scheiterns, und sei es in der letzten mündlichen Prüfung, mit gar nichts da steht.

Viele Grüße!

Sarah


Offline Profil Website besuchen
BeitragVerfasst: So 08.05.2011 18:51
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 348Registriert: Di 26.06.2007 00:15
Wiegehtdas hat geschrieben:
Aber am Fernstudium reizt mich eben, dass man nicht seine 3 Jahre absitzen muss sondern sich die Dauer eben auch verkürzen lässt.


Wobei eine Lehrgangsverlängerung realistischer ist. Im Fernabitur sind Überziehungen sogar der Normalfall. Die von den Instituten angegebenen Zeiten verstehen sich als Mindeststudienzeiten. Eine Abiturvorbereitung im Fernunterricht dauert durchschnittlich 5-6 Jahre.

8)


Offline Profil

Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach:

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Seite 1 von 1
6 Beiträge
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste
Suche nach:
Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten
Gehe zu:  
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
cron
Protected by Anti-Spam ACP