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BeitragVerfasst: Sa 12.03.2011 21:36
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 348Registriert: Di 26.06.2007 00:15
Jennie hat geschrieben:
longlife hat geschrieben:
Viele meinen ja immer, die ILS-Abiturmathematik sei besonders anspruchsvoll. Aber die ILS-Mathehefte scheinen wohl eher Kinderkram zu sein, jedenfalls im Vergleich zur Hochschulmathematik.

8)



Und wenn ich meinen Bekannten glauben darf die Mathematik studieren, dann fällt man auch als "normaler" Abiturient (mit guten oder sehr gutem Mathe LK) bei der Hochschulmathematik erstmal vom Glauben ab.

Ich denke also nicht, dass dieses Phänomen speziell die Fernabiturienten betrifft.

Und zum Glück will ja nicht jeder Mathematik studieren. :mrgreen:


Ich meinte eigentlich nicht nur MATHEMATIK-Studenten, sondern Leute, die ganz allgemein Fächer mit mehr oder weniger hohem Matheanteil studieren.

Dass die "Mathe-Schwäche" nicht nur Fernabiturienten betrifft, ist richtig. Aber es betrifft eben auch Fernabiturienten.

Es will eben nicht jeder Jura oder (Fremd-)Sprachen studieren. :wink: Darüber hinaus geht`s ja um Formalisierungen (in Jura sehr wichtig!), die dem mathematischen Denken durchaus verwandt sind. Ich kenne einen Philosophie-Studenten. Bei denen ist das ähnlich. Mathe im Sinne von Rechnen macht der auf der Uni zwar nicht, aber dort gibt es innerhalb seines Studienganges z.B. ein Fach "Logik". Dieses Fach ist von der ganzen Denke her der mathematischen Aussagenlogik (beim ILS gibt's einen ganzen Lehrbrief darüber) ähnlich. Philosophie an der Uni ist - anders als auf der Schule - eben kein "Laberfach", sondern harte Arbeit. Das erkennt man u.a. auch an den extrem hohen Abbrecherquoten. Im Studiengang Philosophie brechen nämlich über 80 % aller Studenten vorzeitig ab.

Wenn Du übrigens Geschichte, Politikwissenschaften oder archäologische Studiengänge studieren wolltest (gut, das willst Du nicht, aber möglicherweise der ein oder andere Leser), dann ginge es auch da nicht ohne Mathe. Bestimmte Fragestellungen haben stark empirischen Charakter, wobei man dann schon wieder bei der Stochastik (Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik) wäre. All die hübschen Tabellen, die wir im Abitur lediglich nur auswerten und interpretieren brauchen, musst Du in einem geistes- oder gesellschaftswissenschaftlichen Studium nämlich selbst anfertigen können (wobei heute auch vieles über EDV-Programme läuft; aber auch die muss man erst mal erlernen und verstehen). Wenn Du an der Uni Münster z.B. Geschichte studieren wolltest, dann müsstest Du dort - sofern Du Geschichte nicht auf Lehramt studierst - den "Großen Statistikschein" machen. Man muss dann also auch in "Geschichte" eine Mathe-Klausur schreiben (und die ist kein Zuckerschlecken).

Ich erwähne das hier nur so, also ganz allgemein, auch für andere Besucher dieses Forums (wenn es auch nicht gerade viele sind). Denn ich habe immer wieder den Eindruck, dass einige Leute völlig falsche Vorstellungen von den Inhalten/Anforderungen eines Studiums haben. Kein Wunder, dass manch eine(r) dann später an der Hochschule ein böses Erwachen erlebt. Ich war während eines Urlaubs mal Teilnehmer an einer sogenannten Hochschulwoche (so eine Art "Tag der offenen Tür"; da kann man sich über einzelne Fächer informieren und auch als Gasthörer Vorlesungen besuchen) und komme häufig mit Studenten zusammen (die erzählen dann manchmal von ihrem Studium); insofern bin ich halbwegs (vor-)informiert. Zumindest in den Fächern, die mich interessieren oder mal interessierten (bei bestimmten Studiengängen habe ich inzwischen eingesehen, dass das nix für mich wäre).

Lange Rede, kurzer Sinn: Was wir in einem Abiturlehrgang lernen, das ist definitiv nicht zu "anspruchsvoll". Die wirklich hohen Anforderungen kommen erst noch - jedenfalls, wenn man danach weitermachen/studieren will. Und was 16-18jährige Schüler heutzutage noch auf den Gymnasien machen, sollte uns nicht groß interessieren. Es ist ja kein Geheimnis, dass das deutsche Schulsystem, insbesondere was seine Ausbildungsqualitäten betrifft, bereits schon seit Jahrzehnten auf dem absteigenden Ast ist.

8)


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BeitragVerfasst: So 13.03.2011 07:52
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 629Wohnort: NRWRegistriert: Di 13.03.2007 16:12
longlife hat geschrieben:

Es will eben nicht jeder Jura oder (Fremd-)Sprachen studieren. :wink:


Na zum Glück, das wäre ja ein Gedränge... :mrgreen:

longlife hat geschrieben:
Darüber hinaus geht`s ja um Formalisierungen (in Jura sehr wichtig!), die dem mathematischen Denken durchaus verwandt sind.


Stimmt, nicht umsonst war bis vor einigen Jahren für das Jura-Studium die Mathenote noch ein wichtiger Indikator für die Zulassungswahrscheinlichkeit.

longlife hat geschrieben:
Ich kenne einen Philosophie-Studenten. Bei denen ist das ähnlich. Mathe im Sinne von Rechnen macht der auf der Uni zwar nicht, aber dort gibt es innerhalb seines Studienganges z.B. ein Fach "Logik".


Ich will ja nichts sagen, aber rechnen tun Mathematikstudenten im Studium auch nicht mehr. So viele Zahlen wie da im Spiel sind könnte man das Fach glatt zu den Sprachen zählen. :mrgreen:

longlife hat geschrieben:
Ich war während eines Urlaubs mal Teilnehmer an einer sogenannten Hochschulwoche (so eine Art "Tag der offenen Tür"; da kann man sich über einzelne Fächer informieren und auch als Gasthörer Vorlesungen besuchen)


Das hab ich auch getan und fand es sehr informativ und auch motivierend. Kann ich nur empfehlen!

longlife hat geschrieben:
Lange Rede, kurzer Sinn: Was wir in einem Abiturlehrgang lernen, das ist definitiv nicht zu "anspruchsvoll". Die wirklich hohen Anforderungen kommen erst noch - jedenfalls, wenn man danach weitermachen/studieren will. Und was 16-18jährige Schüler heutzutage noch auf den Gymnasien machen, sollte uns nicht groß interessieren. Es ist ja kein Geheimnis, dass das deutsche Schulsystem, insbesondere was seine Ausbildungsqualitäten betrifft, bereits schon seit Jahrzehnten auf dem absteigenden Ast ist.


Stimmt, wobei das schon schwer fällt wenn man in der Familie jemanden hat der im gleichen Zeitraum den vergleichsweise "einfachen" Weg der Schule geht.

Außerdem ist von unschätzbarem Wert was man außerhalb der Hefte noch im Fernabitur lernt. Denn damit ist - wenn der Wille da ist - der Grundstein gelegt um sich die weiteren erforderlichen Kenntnisse im Studium anzueignen. (Wäre ja auch schlimm wenn wir den Kram fürs Studium auch schon im Abi lernen müssten. :wink: )



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BeitragVerfasst: So 13.03.2011 20:40
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 348Registriert: Di 26.06.2007 00:15
Jennie hat geschrieben:
longlife hat geschrieben:

Es will eben nicht jeder Jura oder (Fremd-)Sprachen studieren. :wink:


Na zum Glück, das wäre ja ein Gedränge... :mrgreen:



Wie mir gesagt wurde, ist das Gedränge meist nur in den ersten Semestern groß. Spätestens nach der dritten oder vierten k.o.-Klausur lichtet sich das Ganze. 8)


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BeitragVerfasst: Sa 06.04.2013 00:14
Neu hierNeu hierBeiträge: 1Registriert: Fr 05.04.2013 23:19
Hallo, ich bin seit November letztem Jahr bei der ILS dabei und mache dort mein Abitur nach in den Fächern Mathe, Deutsch, Englisch, Physik, Geschichte, Sozialkunde, Spanisch und Religion.
Ich werde in Hamburg die Externenprüfung machen. Mein Ziel ist es, ende nächsten Jahres mein Abiturzeugnis in den Händen zu halten.
Ich bin momentan noch in der Sekundarstufe 1. Also ich muss sagen, die Hefte sind unterschiedlich gut aufgebaut. Mein erstes Heft in Mathe war zum Beispiel über die Mengenlehre, also über die Zahlenmengen (reele Zahlen, rationale Zahlen etc.) und dazu eine Einsendeaufgabe. Ich bin der Meinung, man sollte zwar schon Ahnung haben von den Zahlenmengen, allerdings halte ich ich persönlich ein ganzes Heft zu diesem Thema übertrieben, da es erstens wichtigere Themen gibt und 2. der Abiturstoff um einiges anspruchsvoller ist, deswegen hätten ich 2-3 Seiten Mengenlehre durchaus genügt.

Zum Beispiel in Geschichte, was mich schon sehr interressiert, ist zwar so manches etwas zu knapp gehalten, sodass man schon auf Sekundarliteratur angewießen ist, ABER ich denke mal so, immerhin macht man ja allgemeine Hochschulreife, wodurch man ja berechtigt ist, auf eine Uni zu gehen, und auf der Uni wird einem der Professor auch nicht den Lernstoff so auf das Silbertablett servieren, sodass man den Stoff auswendig lernen kann, wie das Einmaleins und dann sagen kann, ich hab Abitur. Man ist eben ab einem gewissen Niveao selber dafür verantwortlich, dass man sich eben den Stoff, den man nicht auf anhieb so gut versteht, oder der im Studienheft knapp formuliert ist, selber aneignet.

Ich mache das ganze ja so und zwar hab ich meine Nachhilfelehrer, die mir bei dem Stoff helfen können (Mathe und Physik bringt mir ein Ingenioer bei, der sen Maschinenbaustudium mit 1 an der TU München abgeschlossen hat). Ich mache die Studienhefte in Eigenverantwortung durch, wenn ich auf ein Problem stoße und nicht weiter komme, dann schreibe ich mir die Fragen alle zusammen und treff mich dann 1 mal pro Woche mit meinen Lehrern und dann klären wir die Fragen zusammen. Ich hab in Deutsch, Englisch, Geschichte und Sozialkunde auch eine sehr Kompetente Lehrerin, die -und das habe ich schon sehr oft erlebt- wirklich was von ihrem Fach versteht und ich so ist das ganze durchaus machbar.

Ich muss sagen, wenn ich da wirklich auf mich ganz alleine angewiesen wäre, wäre es sehr schwierig. aber ich hab momentan noch ein gutes Gefühl.

Wenn ich den ganzen Stoff z.b in Mathe durch habe, dann werde ich mich vom Niveao her an der FOS/BOS Bayern halten, da ich denke, dass die Prüfung in Hamburg dieses Niveao nicht überschreiten wird.


Momentan kann ich über die ILS noch nichts schlechtes berichten, aber mal sehen, wie sich das ganze in der Sekundarstufe 2 (Oberstufe) entwickelt und wie ich mich dann bei dem Seminar in Hamburg schlagen werde.


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BeitragVerfasst: Sa 06.04.2013 08:48
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 629Wohnort: NRWRegistriert: Di 13.03.2007 16:12
michl hat geschrieben:
Wenn ich den ganzen Stoff z.b in Mathe durch habe, dann werde ich mich vom Niveao her an der FOS/BOS Bayern halten, da ich denke, dass die Prüfung in Hamburg dieses Niveao nicht überschreiten wird.


Vom Niveau liegst du mit Bayern sicher über dem von Hamburg, allerdings solltest du frühzeitig berücksichtigen, dass in HH praktische Aufgaben gestellt werden. Wenn man nur theoretische Aufgaben lernt wird man in der Prüfung durchaus Schwierigkeiten mit der Umsetzung bekommen.



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