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<  Tipps und Erfahrungsberichte  ~  Fachhochschulreife SGD oder ILS oder überhaupt?

BeitragVerfasst: Mo 07.02.2011 14:53
Neu hierNeu hierBeiträge: 4Registriert: Mo 07.02.2011 14:09
Hallo Zusammen,

ich bin mittlerweile schon seit längerem am überlegen, ob ich das Fachabitur nachhole.
Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich das Fachabitur bei der ILS oder bei der SGD machen soll... Die beiden Fernschulen unterscheiden sich anscheinend ja nicht so sehr voneinander (??).
Ich hätte mich jetzt für die SGD entschieden, da ich aus Bayern (München) komme und der Sitz der SGD in Darmstadt ist und somit in "näherer" Umgebung. Wobei sich jetzt die Frage stellt ob das überhaupt eine große Rolle spielt oder eher unrelevant für mich ist?
Mit der Externenprüfung bin ich auch noch nicht so vertraut. Muss ich die in dem Bundesland von meiner Fernschule machen oder hab ich auch die Möglichkeit die Prüfung in München abzulegen?

Desweiteren würde ich mal gerne von euch hören, wie ihr die Fernschule so allgemein findet. Super wäre es natürlich, wenn sich jemand finden würde, der das Fachabi per Fernschule schon absolviert hat... Die findet man hier ja nicht so oft...
Ich bin momentan der Meinung (laut Foren und jeglichen Internetseiten von Fernschulanbietern) dass ich für das Fachabitur ca. 10 Stunden (höchstens) aufwenden muss.
Ich weiß, ich weiß, da denk ich vielleicht ein bisschen naiv, wenn ich den Angaben der Fernschulen Glauben schenke aber versuchen kann man es ja mal ;)

Das Fernabitur möchte ich gerne machen, weil ich mich neben der Arbeit weiter qualifizieren und vielleicht später noch einen anderen Weg einschlagen will.
Da ich momentan einen sicheren Arbeitsplatz habe mit gutem Gehalt und viel Freizeit, möchte ich nur ungern aufhören, um mein Abitur nachzuholen. Deswegen die Idee vom Fernabitur und nicht der Besuch an einer BOS.

Veielleicht noch ein paar Infos über mich, damit man weiß, wie es um mich und mein Abiwunsch steht:
meine mittlere Reife habe ich 2007 mit 1,5 abgeschlossen.
Danach bis Februar 2010 eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation gemacht und seit dem arbeite ich als Sachbearbeiterin im Umweltschutz in einem Pharmaunternehmen. Mit dem Lernen tu ich mir nicht schwer, allerdings geb ich auch ungern Freizeit dafür her...


Ich würde mich echt freuen, wenn ich ein paar positive Rückmeldungen bekommen könnte … Man liest hier ja so einiges, was einem die Motivation ziemlich zerschmettern kann…

Liebe Grüße aus dem schönen Bayern ;)


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BeitragVerfasst: Mi 09.02.2011 13:16
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 629Wohnort: NRWRegistriert: Di 13.03.2007 16:12
Hallo carolinchen,

ich mache das Abitur und nicht das Fachabitur, aber da bisher kein anderer geantwortet hat versuche ich mal mein Glück. Meine Antworten beziehen sich auf das Abitur, ich kann mir aber nicht vorstellen das dies bei dem Fachabitur anderes ist (und wenn schreib ich es dahinter) :D

Erstmal: Bist du sicher das für eine komplette Umorientierung das Fachabi reicht? Es ist schwieriger mit dem Fachabi den Rest zum Abi "draufzulegen" als direkt das Abi zu machen.

Du hast die Wahl ob du die Prüfung in deinem Bundesland oder im Bundesland deiner Fernschule ablegen willst. Bei den Prüfungen im Bundesland deiner Fernschule hast du einen Ansprechpartner, wenn du die Prüfungen in deinem Bundesland ablegen willst musst du vieles organisatiorisches alleine machen und hast keinen zum "Händchen-halten". Ich persönlich habe ich mich für die Prüfung in HH entschieden (ich komme aus NRW), auch weil man die Prüfung da 2x im Jahr ablegen kann, aber es haben natürlich auch schon Fernschüler die Prüfung in ihrem Bundesland bestanden. Deine Wahl.

Ich bin mit der ILS zufrieden, du wirst aber über jede Fernschule zufriedene und unzufriedene Stimmen hören. Davon würde ich es nicht abhängig machen.

Zu den 10 Stunden pro Woche :roll: , ähm, schön das du das selbst nicht so recht glaubst. Und ehrlich: Du solltest überlegen ob dies wirklich der richtige Weg für dich ist wenn du ungerne deine Freizeit zum Lernen opferst.

Vielleicht ist das nicht super motivierend, aber nach ein paar Hundert Euro und einigen Stunden vertaner Zeit zu erkennen das man sich übernommen hat ist auch nicht schöner. :wink:

LG Jennie



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BeitragVerfasst: Mi 09.02.2011 13:39
Neu hierNeu hierBeiträge: 4Registriert: Mo 07.02.2011 14:09
Erst mal Danke Jennie, dass du dich meinem Thema angenommen hast. :)

Eigentlich hab ich wirklich drauf gewartet, dass hier jemand Erfahrung mit dem Fachabitur hat aber das scheint ja überhaupt nicht so. :(
Kann ich einerseits auch verstehen, wenn man schon das Abitur macht, dann kann man auch gleich das Richtige machen. Allerdings würde für mich das fachgebundene Abitur reichen und noch mal ein Jahr dranhängen (und wenn man das hier so liest, dann eher 2 Jahre) kommt für mich momentan nicht in Frage.
Und komplett Umorientieren kann man es nicht nennen, das Problem ist ja auch dass ich keine genauen Vorstellungen für meine Zukunft habe und mit dem Fachabitur kann man ja doch schon einiges studieren an den Fachhochschulen....
zumindest will ich nicht Medizin oder Jura studieren...

Danke dass du mir Aufschluss über den Prüfungsort gegeben hast. Jetzt weiß ich darüber endlich auch mal ein bisschen Bescheid. Im Internet etwas über dieses Thema zu finden, ist gar nicht mal so einfach.

Schade, die Vorstellung mit den 10 Stunden fand ich eigentlich ganz gut :D
Aber das war mir schon klar, dass man da niemals hinkommen würde.
Wie lang bist du denn jetzt schon dabei, das Abitur zu machen bzw. wie viele Stunden in der Woche lernst du?

Ich denke aber ehrlich gesagt immer noch, dass das Fernabitur mit dem allgemeinen nicht so sehr zu vergleichen ist. Immerhin brauch ich keine zweite Fremdsprache und das Themengebiet ist ganz anders... ich würde ja den Wirtschaftszweig wählen und da sind die Themen zum Teil gleich mit dem, was ich in der Berufsschule gelernt hab (zwar nicht in die Tiefe aber immerhin).

Na ja, auf jeden Fall scheint das Fernabitur ein ziemlich harter Weg zu sein!

liebe Grüße


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BeitragVerfasst: Mi 09.02.2011 13:57
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 629Wohnort: NRWRegistriert: Di 13.03.2007 16:12
Gerne.

Du kannst es dir gerne einreden, vielleicht bist du der absolute Überflieger und schaffst es mit 10 Stunden pro Woche, wer weiß. Vielleicht ist das Fachabitur auch vergleichsweise einfach, kann ich nicht beurteilen. Ich bin jetzt seit Anfang 2005 dabei und plane im Herbst zu den PKs zu gehen. Momentan lerne ich (neben Vollzeit-Kinderbetreuung + Haushalt) ca. 27 Stunden pro Woche. Ein paar mehr wären besser aber mehr geht zur Zeit einfach nicht.

Übrigens halte ich bei keinem Fernlehrgang den Unterrrichtsstoff für das schwierigste am Lehrgang, egal ob mit einer oder zwei Fremdsprachen.

Ich bin selbst gelernte Bürokauffrau mit IHK Fortbildung zur Handelskorrespondentin in Englisch, habe also was Rechnungswesen und Wirtschaftsenglisch angeht einiges in der Berufsausbildung mitbekommen. Aber auch hier würde ich mit einigem Lernaufwand beim Fachabi rechnen.

Du musst es ja im Endeffekt selbst entscheiden. :wink:

LG Jennie



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BeitragVerfasst: Fr 11.02.2011 08:07
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 348Registriert: Di 26.06.2007 00:15
Jennie hat geschrieben:

Du kannst es dir gerne einreden, vielleicht bist du der absolute Überflieger und schaffst es mit 10 Stunden pro Woche, wer weiß. Vielleicht ist das Fachabitur auch vergleichsweise einfach, kann ich nicht beurteilen.


Der Vorteil am Fachabi besteht darin. dass man sich nicht noch mit einer zweiten Fremdsprache und den beiden (ebenfalls sehr zeitintensiven) LKs aufhalten muss. Allerdings kann man beim Fachabitur in der Regel keine (ungeliebten) Fächer abwählen. Wenn ich mir die Inhalte der Fachhochschulreife-Fernkurse so ansehe, halte ich 10 St./Woche für unrealistisch. Denke mal, unter 15 Stunden pro Woche dürfte sich auch da nicht viel abspielen, wenn man in der Regelstudienzeit bleiben will.

8)


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BeitragVerfasst: Fr 11.02.2011 09:26
Neu hierNeu hierBeiträge: 4Registriert: Mo 07.02.2011 14:09
Na ja, wenn ich ohne positivem Denken da reingehe, dann kann ich das Vorhaben eh gleich knicken.

Ich hab mich heute mit einer Freundin zusammen für das Fachabitur bei der SGD angemeldet und dann werden wir ja sehen was auf uns zukommt... Ich werde auf jeden Fall davon berichten..

Ich bin gespannt... vorallem auf meinen persönlichen Einsatz :D


@Jeannie: Hast du deine Ausbildung nach Abschluss der mittleren Reife gemacht?
Ich denke übrigens nicht dass ich ein Überflieger bin, ich muss mir das Ganze wie gesagt nur etwas schön reden... auch wenn ich weiß, dass die bitte Realität ganz anders aussehen wird...

Gibt es denn überhaupt einige Fernschüler, die ihr Abitur auch in der Regelzeit geschafft haben? Bis jetzt hab ich noch nichts dergleichen gelesen... was ja schon einiges heißen muss...


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BeitragVerfasst: Fr 11.02.2011 09:35
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 629Wohnort: NRWRegistriert: Di 13.03.2007 16:12
Ja, ich hab meine mittlere Reife "normal" auf der Schule gemacht und danach die Berufsausbildung. Dann hab ich noch ein paar Jahre in dem Beruf (Bereich Personal) gearbeitet bevor ich in Elternzeit gegangen bin. Irgendwann dazwischen hab ich das Fernabi angefangen. :D

Dann wünsche ich dir und deiner Freundin viel Erfolg.

Lass mal von dir hören!

LG Jennie



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BeitragVerfasst: Fr 11.02.2011 17:49
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 348Registriert: Di 26.06.2007 00:15
carolinchen hat geschrieben:

Gibt es denn überhaupt einige Fernschüler, die ihr Abitur auch in der Regelzeit geschafft haben? Bis jetzt hab ich noch nichts dergleichen gelesen... was ja schon einiges heißen muss...


Ja, solche Fernschüler/innen soll es geben. Schätze mal, dass dies in etwa 2-5 % aller Teilnehmer gelingt. Allerdings sind diese meist nicht berufstätig und/oder verfügen über überdurchschnittliche Vorkenntnisse (beim Abitur sind das z.B. Leute, die bereits in der Oberstufe eines Gymnasiums o.ä. waren und entsprechende Vorkenntnisse mitbringen).

Selbst in der Regelzeit schaffen es nach meinem Eindruck die allerwenigsten Fernschüler (wohl nicht umsonst räumen die Fernlehrinstitute ihren Teilnehmern eine kostenlose Verlängerung ein). Überziehungen sind nämlich der Normalfall. Aaaaaaber: Jeder kann eine Ausnahme sein. Wenn man besonders schnell kapiert und/oder mit extrem wenig Schlaf auskommt (trifft auf mich leider nicht zu), dann klappt's vielleicht.

Sitze übrigens seit Juni/Juli 2007 an meinem Abiturfernlehrgang (ILS, 1. Einstieg; dafür sind normal 42 Monate bzw. dreieinhalb Jahre vorgesehen) - und bin immer noch nicht fertig. Und das, obwohl ich die 15 St./Woche mehr oder weniger regelmäßig eingehalten habe. Möglicherweise liegt dies bei mir aber auch daran, dass ich den Abiturlehrgang eigentlich "nur so" mache. Wenn Du mit Deinem (Fach-)Abitur ein ganz konkretes Fernziel - z.B. die Aufnahme eines Studiums - verbindest, kann dies Deine Motivation zusätzlich beflügeln. Und eventuell klappt's dann auch mit dem Lehrgang etwas schneller - oder zumindest in der Regelstudienzeit.

8)

PS.:
*Klugscheißer-Modus ein* Warum schreiben hier immer alle "die ILS"? Es heißt "das ILS". ILS = Institut für Lernsysteme. Also: "das Institut für Lernsysteme", nicht "die Institut für Lernsysteme". *Klugscheißer-Modus aus* :wink:


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BeitragVerfasst: Fr 11.02.2011 17:58
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 629Wohnort: NRWRegistriert: Di 13.03.2007 16:12
longlife hat geschrieben:
*Klugscheißer-Modus ein* Warum schreiben hier immer alle "die ILS"? Es heißt "das ILS". ILS = Institut für Lernsysteme. Also: "das Institut für Lernsysteme", nicht "die Institut für Lernsysteme". *Klugscheißer-Modus aus* :wink:


Weils sich schöner anhört. :mrgreen:



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BeitragVerfasst: Mi 16.02.2011 10:45
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longlife hat geschrieben:
PS.:
*Klugscheißer-Modus ein* Warum schreiben hier immer alle "die ILS"? Es heißt "das ILS". ILS = Institut für Lernsysteme. Also: "das Institut für Lernsysteme", nicht "die Institut für Lernsysteme". *Klugscheißer-Modus aus*

Da kannst du ja froh sein, dass die Klugscheißerei bei dir nicht unkontrolliert ausbricht, sondern dass du diesen Modus selber bestimmen kannst ;)

Gestern ist übrigens das erste Paket gekommen. Ich hatte zwar nicht viel Zeit mir alles in Ruhe durchzusehen, aber eigentlich sieht es recht überschaubar aus... Das "Hauptfach" Wirtschaft und Verwaltung scheint zumindest relativ entspannt zu sein.. da gibt es kein Thema, welches ich noch nicht kenne... muss aber nichts heißen.

Na ja, eigentlich habe ich grade auch ein ganz anderes Problem... Ein paar Stunden, nachdem ich mich bei der SGD angemeldet habe, hat mir ein Kollege von dem Betriebswirt als "Nebenstudium" erzählt. Das Studium dauer 16 Monate und danach kann man ebenfalls an der FH studieren. Allerdings nur die Studiengänge, bei denen es keinen Numerus clausus gibt...
So und jetzt bin ich definitiv überfordert: Was ist cleverer? Fachabitur nachzuholen und ein breites Wissen anzueigenen oder den Betriebswirt mit nur kaufmännischem Lernstoff zu absolvieren?
Ich will (wenn ich überhaupt studiere) in die technische Richtung gehen bzw. auf keinen Fall irgendwas mit BWL oder so... und da wäre mir der Betriebswirt keine Hilfe, allerdings könnte ich mit dem mehr anfangen als mit dem Fachabi, falls ich mich entschließe nicht zu studieren und weiter zu arbeiten...

Versteht ihr was ich meine? :D

Eins steht auf jeden Fall fest: Zukunftsentscheidungen taugen mir mal so gar nicht... :?


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BeitragVerfasst: Mi 16.02.2011 11:16
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 629Wohnort: NRWRegistriert: Di 13.03.2007 16:12
Leider muss jeder individuell seine eigenen Zukunftsentscheidungen treffen. :wink:

Ich habe nach meiner Ausbildung einen Abendkurs bei der IHK (Handelskorrespontentin Englisch) belegt und danach überlegt in welche Richtung es weiter gehen soll. Ich hätte mich gerne in Richtung Marketing weitergebildet aber mit der "Aussicht" auf Kinder und der großen Wahrscheinlichkeit das ich bei einer 3-jährigen Fortbildung am Ende nicht in dem Beruf arbeite bevor ich in Elternzeit gehe und danach vielleicht mangels Berufspraxis keine Chance mehr in dem Beruf habe und somit das Ganze umsonst gewesen wäre, hat ich zu der Entscheidung für das Abitur gebracht.

Heute bin ich darüber sehr froh denn ich habe ganz andere Berufswünsche für mich entdeckt die ich ohne Abitur nicht verwirklichen kann.

Ich bin immer gerne arbeiten gegangen auch wenn schon früh klar war das der Job wohl nicht mein Traumberuf ist. Jetzt möchte ich meinen Traumjob wirklich ergreifen, egal wie schwer es wird bis dahin zu kommen. Das bin ich mir selbst (bei dann noch schätzungsweise verbleibenden 30 Jahren Arbeitsleben :!: ) schuldig. :wink:

Ich würde es also einfach davon abhängig machen was du machen möchtest. Wenn du das noch nicht genau weißt ist eine breite Ausbildung mMn immer das Beste, da bleibt mehr Entscheidungsfreiheit.



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BeitragVerfasst: Mi 16.02.2011 20:01
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 348Registriert: Di 26.06.2007 00:15
carolinchen hat geschrieben:
Was ist cleverer? Fachabitur nachzuholen und ein breites Wissen anzueigenen oder den Betriebswirt mit nur kaufmännischem Lernstoff zu absolvieren?
Ich will (wenn ich überhaupt studiere) in die technische Richtung gehen bzw. auf keinen Fall irgendwas mit BWL oder so... und da wäre mir der Betriebswirt keine Hilfe, allerdings könnte ich mit dem mehr anfangen als mit dem Fachabi, falls ich mich entschließe nicht zu studieren und weiter zu arbeiten...



Wenn Du "auf keinen Fall irgendwas mit BWL" machen möchtest, dann bezweifle ich, dass der Betriebswirt in Deinem Fall sinnvoll wäre. Grundsätzlich: Du bist immer dann auf dem "richtigen" Weg, wenn Du das machst, was Deinen wirklichen Neigungen und Interessen entspricht. Ich halte nix davon, gegen die eigenen Interessen anzustudieren. Leider machen das heute viele. Ich komme auf der Arbeit häufig mit Studenten zusammen (die jobben bei uns in den Semesterferien). Viele von denen rennen nur mit der In & Out-Liste in der Tasche rum; d.h. sie studieren nicht das, was sie wollen bzw. begeistert, sondern die Studiengänge, von denen sie glauben, dass diese später auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt sein werden und wo sich langfristig möglichst viel Geld verdienen lässt. Oft aber geht der Schuss nach hinten los. Die Studenten klagen dann über die "unmenschlich hohen Anforderungen" im Studium. Dabei ist häufig nicht etwa Überforderung, sondern mangelndes Interesse die Hauptursache für den ausbleibenden Lernerfolg. Übrigens auch einer der Gründe für die hohe Zahl von Studienabbrechern (im Studiengang Maschinenbau z.B. ca. 50 %).

Es gibt - trotz Massenarbeitslosigkeit, an der sich nach meiner Einschätzung auch auf lange Sicht nicht viel ändern wird - auch heute noch Berufsausbildungen/Studiengänge, wo man quasi in die offenen (und sehr gut bezahlten) Stellen "hinein-studieren" kann. Ich kenne keinen arbeitslosen Mathematiker oder Physiker. Die bekommen alle Arbeit. Und sollte es hierzulande einmal nicht so gut aussehen, dann gehen die eben ins Ausland. Nur: Es muss auch irgendwo passen. Wer einen ausgesprochenen Horror vor Mathe und Physik hat, der sollte solche Fächer NIE studieren. Ich könnte z.B. kein Krankenpfleger o.ä. werden, auch kein Arzt. Denn das würde ich allein schon nervlich nicht schaffen. Mir fehlen nicht nur bestimmte Eigenschaften, die da nötig sind, sondern ganz einfach auch das erforderliche Interesse an solchen Tätigkeiten. Und man kann nur gut sein, wenn man das macht, was man gerne macht. So ist das jedenfalls aus meiner Sicht.

Die Entscheidung musst Du aber letzten Endes selber treffen, klar.

8)


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BeitragVerfasst: Mi 16.02.2011 20:01
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 348Registriert: Di 26.06.2007 00:15
Ups, Doppelpost. :? :wink:


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