Autor Nachricht

<  Tipps und Erfahrungsberichte  ~  Zu alt für das Studium?

BeitragVerfasst: Di 12.02.2013 12:52
Neu hierNeu hierBeiträge: 3Registriert: Di 12.02.2013 12:43
Ich persönlich hab schon mal gehört, dass es ein Alter gibt, ab dem es sich nicht mehr lohnt zu studieren, da man zu alt sei zu lernen.

Was haltet ihr davon? Ist man wirklich zu alt um zu lernen? Klar, wenn man nahe der Demenz ist, dann schon.....aber sonst?


Offline Profil E-Mail senden Website besuchen
BeitragVerfasst: Di 12.02.2013 13:24
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 629Wohnort: NRWRegistriert: Di 13.03.2007 16:12
Hallo,

ich hab schon oft gehört dass ich zu alt wäre fürs Abi und das Studium weil ich fast 40 sein werde wenn ich mit dem Studium fertig bin.

IdR kommen solche Kommentare von 20-jährigen, also recht jungen Menschen. :wink:

Ich habe lange in Personalabteilungen gearbeitet, habe Schulungen durchgeführt für Mitarbeiter jeden Alters und würde aufgrund meiner Erfahrung sagen: Die Lernleistung nimmt mit steigendem Alter ab, dass es sich nicht mehr "lohnt" kann ich nicht pauschal bestätigen.

Ich finde jeder sollte für sich entscheiden wann der Einstieg in einen Job als "nicht mehr lohnend" erscheint. Und man sollte sich von solchen Aussagen nicht irre machen lassen, es gibt auch viele Gründe die für ein späteres Studium sprechen können.

LG Jennie



_________________
Whether you think you can,
or you think you can't.
You're right.
(Henry Ford)

http://fernabitur.wordpress.com/
Offline Profil Website besuchen
BeitragVerfasst: Mo 18.02.2013 22:03
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 348Registriert: Di 26.06.2007 00:15
Zu alt ist man zum Lernen/Studieren grundsätzlich nie. Eine andere Frage ist, ob sich so ein Studium dann noch unter rein beruflichen Gesichtspunkten lohnt. Ein Studium - sofern man es nicht nebenberuflich betreibt (wovon ich mal ausgehe) - kostet Zeit und Geld (man muss leben, verdient aber nicht viel, d.h. man lebt am Rande des Existenzminimums). Natürlich gibt's, was das Finanzielle betrifft, Ausnahmen; z.B. wenn man auf Ersparnisse oder das Einkommen eines Lebenspartners zurückgreifen kann.

Ich persönlich würde ab einem gewissen Alter (> 30) kein Studium mehr beginnen. Denn auf der einen Seite würde ich (in diesem Alter) keinen Job an den Nagel hängen wollen, nur, um zu studieren. Zweitens wäre es für mich unvorstellbar, als "erwachsener Studienanfänger" in Vorlesungen, Tutorien oder Arbeitsgruppen mit 18jährigen Erstsemestern abzuhängen.

Aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. :wink:



_________________
"Genie ist zu 1% Inspiration und zu 99 % Transpiration."
(Edison)
Offline Profil
BeitragVerfasst: Di 05.03.2013 09:57
Neu hierNeu hierBeiträge: 7Registriert: Do 14.10.2010 09:15
Kommt drauf an, was du bezweckst. Für die Karriere ist es irgendwann sicher zu spät, aber für dich persönlich kann es nie zu spät sein. Eine meiner Tanten hat sich mit ende 50 noch eingeschrieben...


Offline Profil E-Mail senden Website besuchen
BeitragVerfasst: Sa 09.03.2013 09:42
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 629Wohnort: NRWRegistriert: Di 13.03.2007 16:12
Zitat:
Ich persönlich würde ab einem gewissen Alter (> 30) kein Studium mehr beginnen. [...]Zweitens wäre es für mich unvorstellbar, als "erwachsener Studienanfänger" in Vorlesungen, Tutorien oder Arbeitsgruppen mit 18jährigen Erstsemestern abzuhängen.

Aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. :wink:


Das ist wirklich eine Entscheidung für jeden einzelnen. Ich hätte keinen Bock mich von solchen Oberflächlichkeiten davon abhalten zu lassen etwas zu machen was ich wirklich will.


Offline Profil Website besuchen
BeitragVerfasst: Sa 09.03.2013 10:04
Kommt öfter vorbeiKommt öfter vorbeiBeiträge: 25Registriert: Mi 28.04.2010 21:06
warum sollte man über 30 nicht mehr studieren?!
ich bin jetzt 30 und im 2. semester ;)

1. hätte ich in meinem beruf weitergearbeitet, wäre ich von morgens bis abends in der praxis und hätte kaum geld zum leben

2. es sind auch immer ältere studienanfänger dabei und selbst wenn nicht, wen interessiert es wie alt die anderen sind? man unterhält sich, bla bla und gut ist, sonst hat man mit den kommilitonen doch nichts zu tun ;)
davon würde ich die entscheidung -studium über 30- nicht abhängig machen!

die mutter einer freundin hat mit 40! angefangen medizin zu studieren und macht jetzt ihren facharzt und es läuft alles gut


Offline Profil E-Mail senden Website besuchen
BeitragVerfasst: Di 12.03.2013 17:02
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 348Registriert: Di 26.06.2007 00:15
Jennie hat geschrieben:
Zitat:
Ich persönlich würde ab einem gewissen Alter (> 30) kein Studium mehr beginnen. [...]Zweitens wäre es für mich unvorstellbar, als "erwachsener Studienanfänger" in Vorlesungen, Tutorien oder Arbeitsgruppen mit 18jährigen Erstsemestern abzuhängen.

Aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. :wink:


Das ist wirklich eine Entscheidung für jeden einzelnen. Ich hätte keinen Bock mich von solchen Oberflächlichkeiten davon abhalten zu lassen etwas zu machen was ich wirklich will.


Wenn Du meinen Post vollständig zitiert hättest, wäre deutlich geworden, dass ich meine Entscheidung für bzw. gegen ein Studium mit Ü 30 nicht nur von solchen "Oberflächlichkeiten" abhängig mache. :wink:



_________________
"Genie ist zu 1% Inspiration und zu 99 % Transpiration."
(Edison)
Offline Profil
BeitragVerfasst: Di 12.03.2013 17:19
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 348Registriert: Di 26.06.2007 00:15
Carrie hat geschrieben:
die mutter einer freundin hat mit 40! angefangen medizin zu studieren und macht jetzt ihren facharzt und es läuft alles gut


An der Uni Münster gibt's auch Senioren-Studenten. Und im Prinzip mag es ja auch schön sein, wenn ältere Menschen noch was für ihre Bildung tun (Selbstverwirklichung im Alter und so). Andererseits finde ich es nicht so prickelnd, wenn immer mehr Opas und Omas auf die Hochschulen drängen und dort jungen Abiturienten/Bewerbern den Studienplatz wegnehmen. Zumal die Unternehmen - zumindest gilt das für die Berufe, Branchen und Betriebe, deren Praxis ich überblicken kann - an Hochschulabsolventen, die mit Vierzig oder Fuffzig gerade "frisch" von der Uni kommen, kein sonderlich großes Interesse mehr haben.



_________________
"Genie ist zu 1% Inspiration und zu 99 % Transpiration."
(Edison)
Offline Profil
BeitragVerfasst: Di 12.03.2013 18:28
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 629Wohnort: NRWRegistriert: Di 13.03.2007 16:12
longlife hat geschrieben:
Wenn Du meinen Post vollständig zitiert hättest, wäre deutlich geworden, dass ich meine Entscheidung für bzw. gegen ein Studium mit Ü 30 nicht nur von solchen "Oberflächlichkeiten" abhängig mache. :wink:


Ich habe deinen Post vollständig gelesen und beim Zitieren nicht so verstümmelt dass man annehmen würde dass dies dein einziges Kriterium ist (siehe "Zweitens..."). Für mich ist dieses Kriterium halt gar keins, gerade nicht >30. Es gibt viele Leute die mit Menschen jeden Alters gut klar kommen, ich gehöre z.B. dazu. Deshalb ist für mich das Alter der Kommilitonen unwichtig für die Entscheidung ob Studium oder nicht.

longlife hat geschrieben:
Zumal die Unternehmen - zumindest gilt das für die Berufe, Branchen und Betriebe, deren Praxis ich überblicken kann - an Hochschulabsolventen, die mit Vierzig oder Fuffzig gerade "frisch" von der Uni kommen, kein sonderlich großes Interesse mehr haben.


Ich weiß ja nicht in welche Berufe, Branchen und Betriebe du Einblick hast, aber ich kann nach jahrelanger Personalarbeit sagen dass man das nicht so pauschalisieren kann. Bei den unendlich vielen Studiengängen, Stellenanforderungen und Lebensläufen (mit 40 oder 50 von der Uni heißt ja nicht dass man so unerfahren ist wie jemand der sein Studium direkt nach der Schule gemacht hat) kannst auch du die Umstände nicht einschätzen.

Und auch wenn dir das persönlich egal sein kann: Bei Frauen startet das Berufsleben ab 40 ohnehin noch mal neu, zumindest aus Sicht vieler Unternehmen (Stichwort "gebährfähiges Alter"). :wink:



_________________
Whether you think you can,
or you think you can't.
You're right.
(Henry Ford)

http://fernabitur.wordpress.com/
Offline Profil Website besuchen
BeitragVerfasst: So 17.03.2013 14:09
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 348Registriert: Di 26.06.2007 00:15
Jennie hat geschrieben:

Ich weiß ja nicht in welche Berufe, Branchen und Betriebe du Einblick hast, aber ich kann nach jahrelanger Personalarbeit sagen dass man das nicht so pauschalisieren kann. Bei den unendlich vielen Studiengängen, Stellenanforderungen und Lebensläufen (mit 40 oder 50 von der Uni heißt ja nicht dass man so unerfahren ist wie jemand der sein Studium direkt nach der Schule gemacht hat) kannst auch du die Umstände nicht einschätzen.

Und auch wenn dir das persönlich egal sein kann: Bei Frauen startet das Berufsleben ab 40 ohnehin noch mal neu, zumindest aus Sicht vieler Unternehmen (Stichwort "gebährfähiges Alter"). :wink:


Ich will Dir die Sache nicht vermiesen, bin aber der Meinung, dass Du die Sache zu blauäugig siehst. Ein höheres Alter ist schon ein Einstellungshemmnis - egal, ob "gebährfähig" oder nicht. Ab 40 steuern viele in die Dauerarbeitslosigkeit und nicht etwa "neu ins Berufsleben". Ich sehe auch nicht, dass sich die Arbeitsmarktsituation insgesamt wesentlich bessert. Eher dürfte es noch schlechter werden.

Hier einige Videos zu dem Thema. Das dort Gesagte deckt sich mit meinen Beobachtungen und Erfahrungen:

http://www.youtube.com/watch?v=8J-52s94ZTk
http://www.youtube.com/watch?v=c2QLcloACts



_________________
"Genie ist zu 1% Inspiration und zu 99 % Transpiration."
(Edison)
Offline Profil
BeitragVerfasst: So 17.03.2013 14:34
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 629Wohnort: NRWRegistriert: Di 13.03.2007 16:12
Danke für die beiden interessanten Kurzreportagen, allerdings beziehen sich beide ausschließlich auf Ingenieure und zwar scheinbar auch auf welche mit klassischem Lebenslauf. ;-) Hieraus einen Beleg für deine Argumentation herzuleiten finde ich reichlich weit hergeholt, denn das Problem scheint nicht daran zu liegen dass die Leute spät studiert haben.

Wir müssen sich nicht darüber reden dass Leute mit klassischem Lebenslauf oft einen Vorteil haben, aber man kann einfach nicht pauschal (!) sagen dass man als älterer Absolvent für den Arbeitsmarkt nicht interessant ist. Ich habe in meinem Freundes- und Bekanntenkreis einige Beispiele in unterschiedlichen Berufen die durchaus das Gegenteil beweisen (allerdings ist kein Ingenieur dabei).

Wir haben ja bereits an anderer Stelle hier im Forum festgestellt das wir unterschiedlicher Meinung sind, wir müssen das jetzt nicht totdiskutieren.



_________________
Whether you think you can,
or you think you can't.
You're right.
(Henry Ford)

http://fernabitur.wordpress.com/
Offline Profil Website besuchen
BeitragVerfasst: Sa 08.06.2013 13:30
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 348Registriert: Di 26.06.2007 00:15
Kommt natürlich auch immer drauf an, was man studiert. Für Physiker(innen) ist immer Arbeit da. Mir wäre ein solches Studium - so interessant es auch sein mag - zu hart, also ganz unabhängig vom Alter, soll heißen: Ich würde mir das nicht zutrauen. Aber mein Respekt gilt allen, die das tun. Und wer ein Fernabitur geschafft hat, der schafft - eine entsprechende Leidenschaft vorausgesetzt - wahrscheinlich auch so ziemlich alles.

Denken wir an das alte Wort von Clausewitz: "Wer kühn handeln will, muss kühn denken!" 8)



_________________
"Genie ist zu 1% Inspiration und zu 99 % Transpiration."
(Edison)
Offline Profil
BeitragVerfasst: Fr 23.08.2013 18:39
BenutzeravatarNeu hierNeu hierBeiträge: 5Wohnort: Nordrhein-WestfalenRegistriert: Do 15.11.2012 11:40
Jennie hat geschrieben:
Ich finde jeder sollte für sich entscheiden wann der Einstieg in einen Job als "nicht mehr lohnend" erscheint.


Das ist auch meine Meinung.

Du möchtest Physik studieren, habe ich irgendwo gelesen. Das Fach interessiert mich ebenfalls. Was braucht man da für 'nen Abi-Schnitt? Und welche Vorkenntnisse benötigt man hierfür in Mathe und Physik? Meine Fernschule (ILS) bietet z.B. keinen Physik-LK an.


Offline Profil E-Mail senden Website besuchen
BeitragVerfasst: Fr 23.08.2013 19:07
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 629Wohnort: NRWRegistriert: Di 13.03.2007 16:12
AbiFreak hat geschrieben:
Du möchtest Physik studieren, habe ich irgendwo gelesen. Das Fach interessiert mich ebenfalls. Was braucht man da für 'nen Abi-Schnitt? Und welche Vorkenntnisse benötigt man hierfür in Mathe und Physik? Meine Fernschule (ILS) bietet z.B. keinen Physik-LK an.


Physik ist an den allermeisten, wenn nicht an allen, Unis zulassungsfrei, dh man braucht sich nicht dafür zu bewerben sondern kann sich einfach einschreiben und wird auf jeden Fall genommen. Der Abi-Schnitt ist also völlig egal.

Man braucht laut meiner Uni keine Vorkenntnisse in Physik*, aber Mathe sollte sicher auf LK-Niveau sitzen. Die meisten Unis bieten aber auch Vorkurse in Mathe an um noch mal aufzufrischen und Lücken aufzuzeigen damit man sie vorher möglichst noch schließen kann.

* Es ist anfangs sicher leichter wenn man Physik-Vorkenntnisse hat, aber spätestens ab dem 2. Semester - teilweise auch schon im 1. - hat sich der Vorteil schon relativiert weil Physik mit einem wahnsinnigen Tempo durchgezogen wird.



_________________
Whether you think you can,
or you think you can't.
You're right.
(Henry Ford)

http://fernabitur.wordpress.com/
Offline Profil Website besuchen
BeitragVerfasst: Fr 23.08.2013 20:13
BenutzeravatarNeu hierNeu hierBeiträge: 5Wohnort: Nordrhein-WestfalenRegistriert: Do 15.11.2012 11:40
@Jennie:

An welcher Uni wirst Du denn studieren, wenn ich fragen darf? Und möchtest Du in einen bestimmten Bereich (z.B. Astrophysik) gegen? Und bereitest Du Dich jetzt schon in Eigenregie oder per Vorkurse darauf vor?
Bitte verzeihe meine Neugierde, aber es interessiert mich.

Wenn Du mir ein gutes Physikbuch für den Abiturfernkurs empfehlen kannst, wäre ich in jedem Fall dankbar. :)

Also, bei vielen Hochschulen (gilt jetzt natürlich nur für die Universitäten, die ich kenne) ist Physik inzwischen schon NC-Fach. Hängt vielleicht aber auch mit anderen Dingen (doppelte Abiturjahrgänge usw.) zusammen.

Ja, was Du sagst, habe ich auch schon von anderen Studenten gehört. Vor allem was die hohen Mathe-Anforderungen und das Tempo betrifft. Aber wenn's einem Spaß macht, geht's sicher. In dem Punkt stimme ich longlife zu. Und auch, wenn er schreibt, dass Du als Fernabiturientin vom Ansatz her viel bessere Voraussetzungen als ein Schulabiturient hast.

Mit dem Alter sehe ich übrigens keine Probleme. Mit Ü 30, sagt man, geht's ja für Frauen erst richtig los. :mrgreen:


Offline Profil E-Mail senden Website besuchen

Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach:

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Seite 1 von 2
22 Beiträge
Gehe zu Seite 1, 2  Nächste
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste
Suche nach:
Ein neues Thema erstellen  Auf das Thema antworten
Gehe zu:  
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
cron
Protected by Anti-Spam ACP