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<  Lerngruppen- und Kontakt-Forum  ~  Lerngruppe Hamburg (Kiel auch gerne)

BeitragVerfasst: Di 26.01.2010 19:45
Neu hierNeu hierBeiträge: 6Registriert: Di 26.01.2010 19:29
Hey,

ich habe mich gerade angemeldet und suche auf diesem Wege ein paar Hamburger, die vielleicht gemeinsam lernen möchten. Kiel deswegen, da ich auch dort sehr häufig bin.

Ich mache das Abitur über die HAF. Ein paar kenne ich auch darüber, aber leider hat sich noch keine feste Lerngruppe ergeben.

Meine Fächer sind: Englisch, Französisch, Deutsch, Mathematik, Geschichte, Physik, Biologie und Chemie. In Geschichte und Deutsch bin ich relativ schwach, in den naturwissenschaftlichen Bereichen fühle ich mich schon wohler. Englisch spreche ich bereits fließend und mein Ziel ist auch Französisch möglichst frei sprechen zu können. Egal welche Fächer ihr habt, ihr könnt euch mal melden und dann schauen wir mal. Richtig Probleme hatte ich bislang zum Glück noch nicht, hoffentlich bleibt das auch so.

Noch was zu mir: Ich bin 20 und würde mich darum natürlich vorallem über etwa Gleichaltrige freuen. hab die Erfahrung gemacht, dass man da eher "die selbe Sprache" spricht und auch oft auf ähnliche Art lernt (außerdem ist es wahrscheinlicher dass es Spaß macht. ;)). Jeder andere kann sich aber natürlich auch melden, wir schauen dann eben ob man gut zusammen lernen kann.
Da ich kein Auto habe, sind Treffen nur in Hamburg oder Kiel möglich.
Wenn man sich nicht treffen kann, kann man sich auch via Skype mit mir unterhalten.

So bis bald denn!
LG
Meryt


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BeitragVerfasst: Mi 27.01.2010 00:53
Neu hierNeu hierBeiträge: 5Registriert: Mi 23.01.2008 23:28
Hallo Meryt,

warum hast du dich denn für die HAF entschieden, wenn du in Hamburg zu wohnen scheinst? *neugierigist* ^^

LG
Sisko


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BeitragVerfasst: Fr 29.01.2010 23:39
Neu hierNeu hierBeiträge: 6Registriert: Di 26.01.2010 19:29
Als ich angefangen hab, hab ich noch in Essen gelebt. Da ist Darmstadt näher als Hamburg. Jetzt ärger ich mich zwar bisserl, aber was soll man machen. ;)


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BeitragVerfasst: Fr 09.04.2010 17:03
Neu hierNeu hierBeiträge: 2Registriert: Fr 09.04.2010 16:54
Hally meryt
Ich komme aus Kiel und mache mein Abitur auf der ILS
Bin schon im 2. Semester.
Wenn du gerade erst damit angefangen hast, kann ich dir davon nur dringend abraten. Man vermasselt sich das leben damit eigendlich nur.
Die Anforderungen sind extrem hoch, hab sogar gehört dass Fernschule 2 klassen schwerer sein soll als das normale Abitur.

Ja keine AHnung ob unser kurs zusammen passt. Verschiedene fernschule und verschiedene lehrgänge.


Oh mann ich bin derbe depremiert, kann ich nur sagen. Hoffe ich kann auf ne Fachhochschule wechseln oder Abendgymnasium, was ich bezweifel :roll:

Ich muss da wohl jetzt durch, aber wie gesagt.
Ich würd das an deiner stelle SOFORT abbrechen. Ich bemüh mich ständig bei den Einsendeaufgaben und kriege trotzdem haüfig schlechte noten.
Ich war damals genauso motiviert wie du. Jetzt bereu ichs zu tiefst.
Fernschule ist der Horror. Das wirst du merken wenn du erstmal schlechte noten wieder bekommst, dann heißt das öfters"mach das heft nochmal".
Und soziale kontakte sind bei mir auch im arsch.
Wär ich damals auf die Privatschule gegangen(was zwar wesentlich teurer gewesen wäre, aber sicherer) hät ich heute ein normales Leben mit solzialen Kontakten.

Ich versuch die scheiße hier jetzt nur noch durch zu pauken, damit ich diese horror schule so schnell wie möglich hinter mir habe.


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BeitragVerfasst: Fr 09.04.2010 21:01
Schaut mal vorbeiSchaut mal vorbeiBeiträge: 12Registriert: Di 16.03.2010 00:21
Sorry for Offtopic:
@Leonard es wäre nett wenn du deine Kritik etwas ausführlicher schreiben könntest, denn meiner Meinung nach findet man im Netz viel zu wenig Kritik zum Fern Abi.Mich würde z.B. interessieren welchen Einstieg Du gebucht hast, wie viele Stunden pro Woche man Benötigt ( Ich glaube nicht, dass die besagten 15 Stunden reichen ), wie die online "Lern" Plattform ist ?
Also was positiv und was negativ ist !


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BeitragVerfasst: Fr 09.04.2010 21:20
Neu hierNeu hierBeiträge: 2Registriert: Fr 09.04.2010 16:54
tssss 15 stunden. reichen bei weitem nicht aus.
Mir wurde gesagt dass das abitur bei 6 stunden pro tag lernen 2 jahre dauert.
Die frau am telefon meinte heute ich sollte schon mit 3 jahren rechnen.
Ich lerne 6 stunden pro tag und mach am samstag mal pause.
Nun zum lernstoff:
Der Inhalt der Mathehefte ist sowas von schlecht erklärt, dass man da eh schon meist ab den ersten 4 seiten nicht mehr durchsteigt. Da werden dann so rechenwege aufgelistet, ohne sie dabei zu erlaütern. Ich hab es sehrbald eingesehen, dass es mir gar nix mehr bringt wenn ich die hefte durcharbeite, weil ich da nur bahnhof verstehe. Deswegen lerne ich mathe schon mal nur noch im internet.
Deutsch ist auch nicht gerade leicht. Zu vielen heften sollst du dir dann nochmal zusätzlich so 100 seiten bücher kaufen. Das sind dann so geschichten und darüber sollst dann in den einsendeaufgaben ein paar fragen zu beantworten.
Ist aber sau schwer, charackterisieren, sprachanalyse etc.
Physik- und Chemiehefte sind schon viel ausführlicher gestaltet, aber dennoch schwer, weil man da viele Formeln lernen muss.
Obwohl ich in english an sich sehr gut bin, bekomm ich in der fernschule schlechte noten, da die anforderungen da übertrieben hoch sind.
Da gibts dann auch Texte aus dem Buch die du analysieren sollst(kriegst dazu fragen) Aber nach welchem Maßstab??? - deutschniveau
Da soll man richtig fachkundig die fragen beantworten, dass ist sozusagen Deutschtextanalyse auf english. Also extrem hohe Anforderungen.
Hoffe mcih hat man verstanden.
Bio geht, ist halt auswendiggelerne. Erdkunde, ist manchmal nicht ganz leicht, geht aber auch.

Aber mal ehrlich, aus meinen Erfahrung kann ich sagen, dass ein Fernstudium viel zu riskant ist, da die fernschule sehr schwer ist. Einige meinen sogar 2 mal schwerer als auf einem Gymnasium.
Geht auf eine Privatschule und zahlt lieber dass doppelte, aber dafür packt man dass dann auch sicher. Weil ne richtige schule ist viel leichter.

Dann ist da noch ein andrer Faktor: fernabitur= kaum sozialkontakte.
Lieber auf ne richtige schule gehen und immer leute treffen.

Fernschule ist horror. Ich erwähn das nochmal damit den leuten das richtig klar wird.


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BeitragVerfasst: Sa 10.04.2010 08:43
Schaut mal vorbeiSchaut mal vorbeiBeiträge: 14Wohnort: BerlinRegistriert: Sa 10.04.2010 07:48
Ui, da kriegt jemand sein Fernabi nicht gebacken und möchte es anderen nun auch madig machen - oha.

Zitat:
tssss 15 stunden. reichen bei weitem nicht aus.
Mir wurde gesagt dass das abitur bei 6 stunden pro tag lernen 2 jahre dauert.
Die frau am telefon meinte heute ich sollte schon mit 3 jahren rechnen.
Ich lerne 6 stunden pro tag und mach am samstag mal pause.

Ob 15 Stunden in der Woche für ein Heft ausreichen (und man damit in der Regelstudienzeit bleiben kann) hängt doch von jedem persönlich ab. Ich bearbeite zur Zeit noch die Hefte der Unter-, bzw. Mittelstufe (3. Einstieg ILS) und brauche beispielsweise für Deutsch, Sozialkunde und Erdkunde momentan sogar noch weniger Zeit pro Heft (Heft durcharbeiten, Zusammenfassung schreiben, ggf. Ausweniglernen), dafür habe ich Probleme in Mathe. Letzendlich würde ich aber schon sagen, dass dieser Richtwert (!) auf mich zutrifft. In den Gesellschaftswissenschaften können die EAs viel Zeit beanspruchen, aber die Aussage, dass 15 Stunden die Woche auf keinen Fall reichen, würde ich so nicht unterschreiben. Die Oberstufenhefte sind sicherlich noch umfangreicher, aber man hat doch auch seine Stärken, macht in den entsprechenden Fächern dann Zeit gut, die man stattdessen für schwächere Fächer nutzen kann. Manche verstehen die Lehrbriefe inhaltlich schneller, kommen besser klar, andere brauchen eben ein wenig länger.
Als Richtwert halte ich die 15 Stunden pro Woche für legitim. Und wem das nicht reicht, der muss halt am Wochenende noch ein bisschen mehr lernen, wenn er in der Regelstudienzeit bleiben will. Klingt vielleicht ein bisschen hart, aber es hat ja auch niemand behauptet, dass das Fernabi ein Spaziergang ist, nichts, was man mal eben so ganz nebenbei machen kann.

Ich lerne übrigens (auch?) Vollzeit, vier Fächer je zwei Stunden am Tag, zusätzlich am Abend Wiederholung von Vokabeln und Grammatik, komme im Endeffekt auf 9-10 Stunden über den Tag verteilt. Samstag lerne ich nur 6 Stunden, am Sonntag wird der Stoff alter Hefte noch mal durchgegangen.
Darf ich fragen, wie viele Hefte du mit deinem Lernpensum schaffst? Wenn ich bei dir mal von einer 30 Stunden-Woche ausgehe, sollten zwei Hefte inkl. EA doch eigentlich drin sein, oder? Damit bräuchtest du dann definitiv keine 3 Jahre mehr, wenn du das Tempo hälst.


Zitat:
Der Inhalt der Mathehefte ist sowas von schlecht erklärt, dass man da eh schon meist ab den ersten 4 seiten nicht mehr durchsteigt. Da werden dann so rechenwege aufgelistet, ohne sie dabei zu erlaütern. Ich hab es sehrbald eingesehen, dass es mir gar nix mehr bringt wenn ich die hefte durcharbeite, weil ich da nur bahnhof verstehe. Deswegen lerne ich mathe schon mal nur noch im internet.

Da kann ich dir zustimmen, für jemanden, der (wie ich zum Beispiel) eh schon Probleme in Mathe hat, sind die Hefte nicht besonders geeignet. Laut der Aussage meiner Betreuerin ist zwar eine Überarbeitung geplant, aber das wird wohl noch ein Weilchen dauern.
Ich bearbeite die Hefte deshalb stets mit diverser Sekundärliteratur aus der Bibliothek und komme damit bis dato ganz gut zurecht. Da ist halt ein bisschen Eigeninitative gefragt, aber ich kenne das nicht anders. Meine Mathelehrer auf dem Gymnasium konnten mir den Stoff genausowenig näher bringen wie die Lehrbriefe.


Zitat:
Deutsch ist auch nicht gerade leicht. Zu vielen heften sollst du dir dann nochmal zusätzlich so 100 seiten bücher kaufen. Das sind dann so geschichten und darüber sollst dann in den einsendeaufgaben ein paar fragen zu beantworten.
Ist aber sau schwer, charackterisieren, sprachanalyse etc.

Darf ich fragen, auf welcher Schule du vorher warst? Ich meine, was erwartest du vom Fach Deutsch? Ich war damals im Leistungskurs, von den naturwissenschaftlichen Freaks der Schule kam dann immer nur ein "Ach, da müsst ihr ja sowieso nur lesen und ein bisschen schreiben, das kann ja jeder...".
Du solltest dir darüber bewusst werden, dass du die allgemeine Hochschulreife erwerben möchtest. Das ist der höchste Schulabschluss in Deutschland, da darf man denke ich auch ein bisschen was erwarten. Immerhin soll das Abitur auch eine Vorbereitung auf ein evtl. Studium sein. Und das nicht nur fachlich, sondern auch methodisch. Okay, mir fällt Deutsch entsprechend meiner Vorbildung derzeit noch sehr leicht, ich blättere die Hefte nur durch, lese die Sekundärliteratur und bearbeite die EAs. Allerdings kann ich dir versichern, dass das Niveau der Einsendeaufgaben dem einer Aufgabe aus einer Klausur auf einem staatlichen Gymnasium nicht übersteigt. Das sind absolut normale Stoffgebiete, die das ILS dir da vorgibt. Jeder Abiturient sollte in der Lage sein, eine Figur zu charakteresieren und zumindest grundlegende sprachliche Mittel zu erkennen. In der Schule musste ich damals übrigens auch mehrere Bücher pro Halbjahr lesen, so ist das halt in Deutsch. Was erwartest du?


Zitat:
Physik- und Chemiehefte sind schon viel ausführlicher gestaltet, aber dennoch schwer, weil man da viele Formeln lernen muss.

Ich habe beide Fächer abgewählt, aber Formeln lernen ist quatsch. Die stehen auch im Tafelwerk, das du während den Prüfungen benutzen kannst. Viel wichtiger ist, dass du die Formeln verstehst und anwenden, bzw. herleiten kannst. Mit Auswendiglernen kommt man in Physik und Chemie auf die Dauer nicht weit.


Zitat:
Obwohl ich in english an sich sehr gut bin, bekomm ich in der fernschule schlechte noten, da die anforderungen da übertrieben hoch sind.

Ich behaupte einfach mal frech, dass die Anforderungen in Englisch im Abitur deutschlandweit auch an staatlichen Schulen recht hoch sind, höher als in der zweiten Fremdsprache in jedem Fall. Ich bin in Englisch eine absolute Niete, habe mir deshalb auch das Material der ersten beiden Einstiege zuschicken lassen und fange so zu sagen nochmal von vorne an. Das raubt mir Zeit (denn ich muss mein Abi unter Zeitdruck absolvieren), aber mein Englisch ist für einen normalen Start in meinen Einstieg einfach zu schlecht. Auf meinem Gymnasium waren damals fast ausschließlich Leute im Leistungskurs, die zweisprachig erzogen wurden oder ein Jahr im englischsprachigem Ausland verbracht hatten.
Ich würde eine strenge Bewertung seitens des ILS übrigens keinesfalls als negativ werten. Wäre es dir lieber, mit 1ern überschüttet zu werden, die im staatlichen Abitur dann aber eigentlich nur 3er sind? Deine Tutoren wollen dich mit den Noten nicht fertig machen, persönlich angreifen oder so etwas in der Art. Sie wollen dir helfen. Und wenn du so schlechte Noten bekommst, ist dein Englisch vll. einfach noch gar nicht so gut, wie du glaubst.


Zitat:
Aber mal ehrlich, aus meinen Erfahrung kann ich sagen, dass ein Fernstudium viel zu riskant ist, da die fernschule sehr schwer ist. Einige meinen sogar 2 mal schwerer als auf einem Gymnasium.

Ich verstehe nicht so ganz, was du mit "schwer" meinst. Ich weiß nicht, auf welchem Schultyp du warst, aber ich schätze die Hefte auf keinen Fall doppelt so schwer ein, wie den Lernstoff und die Klausuraufgaben auf einem Gymnasium. Und ich sollte das wissen, ich war immerhin bis zur 12. Klasse dort.


Zitat:
Geht auf eine Privatschule und zahlt lieber dass doppelte, aber dafür packt man dass dann auch sicher. Weil ne richtige schule ist viel leichter.

Richtig, die Privatschule zieht einen schon irgendwie durch, immerhin zahlt man ja genug. Oje.
Du gehörst wahrscheinlich zu den Leuten, die sich nicht darüber bewusst sind, was sie sich mit einem Fernabitur antun. Ja richtig, antun. Auch wenn man von diversen Seiten gerne hört, wie niveaulos das Abitur doch geworden ist, es ist nicht damit getan, ein paar Bücher zu lesen und ein paar Formeln zu können.

Warst du zuvor auf einer Hauptschule oder ist deine Schulzeit schon sehr lange her? Ich kann mir irgendwie nicht erklären, woher deine illusionäre Sichtweise kommt. Ich meine, was hast du von einem Fernabi denn erwartet? Natürlich ist das Niveau hoch, du willst den höchsten deutschen Schulabschluss erwerben. Aber ich empfinde es nicht höher, als das meines ehemaligen staatlichen Gymnasiums. Und es ist auf jeden Fall machbar. Möglicherweise bearbeitest du die Hefte falsch, wenn dir alles so unmöglich schwer erscheint.


Zitat:
Dann ist da noch ein andrer Faktor: fernabitur= kaum sozialkontakte.

Okay, du hast dich offensichtlich wirklich nicht besonders eingehend mit dem Thema Fernstudium befasst. Allerdings gibt es auch andere Möglichkeiten soziale Kontakte aufzubauen, da muss man nicht zwangsläufig zur Schule gehen.



Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich lächerlich, das Fernabi zu verteufeln, weil man selbst nicht klar kommt. Sei es, weil man sich nicht ordentlich informtiert und so völlig falsche Erwartungen hat oder weil man aus irgendwelchen Gründen nicht in der Lage ist, den Stoff zu erlernen. Das Fernabitur ist eine verdammt harte Sache, vor allem wenn man unter Zeitdruck steht und gleichzeitig noch einen sehr guten Schnitt braucht, weil man keine Wartesemester in Kauf nehmen möchte. Dennoch ist das alles mit einer gewissen Organisation, starkem Willen und viel Durchhaltevermögen absolut machbar. Ich bearbeite meine EAs ohne Hilfe durch Heft oder Internet und habe noch nie eine EA mit einer schlechteren Note als 2,0 zurückbekommen. Natürlich erfordert das, dass man das Heft nicht nur während des Frühstücks durchblättert und dann die Aufgaben macht. Man muss sich intensiv mit dem Stoff beschäftigen und ihn mit eigenen Worten wiedergeben können. Natürlich gibt es niemanden, der das kontrolliert, es fehlt der Druck durch anwesende Lehrer oder überhaupt durch die Institution Schule. Aber ich denke, dass es auch zum Erwachsenwerden dazugehört, ohne diesen Druck zuverlässig arbeiten zu können.

Das Fernabitur erfordert zweifellos gewisse Soft-Skills, die nicht jeder hat. Aber man kann sie während des Fernstudiums erwerben. Wer nicht in der Lage ist, diszipliniert zu arbeiten, für den ist das Fernabitur in der Tat ungeeignet. Ich habe mich persönlich jetzt schon weiterentwickelt und ich denke, das wird mir auch später in meinem Leben noch weiterhelfen. Möglicherweise reicht der Testmonat nicht aus, um herauszufinden, ob man in der Lage ist, sich über Monate, bzw. Jahre hinweg immer wieder hinzusetzen und zu lernen, gerade, wenn man nicht Vollzeit lernen kann, sondern noch arbeiten geht und Familie hat. Aber wo ein Wille ist, sind bekanntlich auch Wege. Wenn der Wille fehlt - nunja, dafür kann das ILS nichts.


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BeitragVerfasst: So 11.04.2010 00:42
BenutzeravatarExtrem engagiertExtrem engagiertBeiträge: 348Registriert: Di 26.06.2007 00:15
Leonard hat geschrieben:

Aber mal ehrlich, aus meinen Erfahrung kann ich sagen, dass ein Fernstudium viel zu riskant ist, da die fernschule sehr schwer ist. Einige meinen sogar 2 mal schwerer als auf einem Gymnasium.
Geht auf eine Privatschule und zahlt lieber dass doppelte, aber dafür packt man dass dann auch sicher. Weil ne richtige schule ist viel leichter.

Dann ist da noch ein andrer Faktor: fernabitur= kaum sozialkontakte.
Lieber auf ne richtige schule gehen und immer leute treffen.

Fernschule ist horror. Ich erwähn das nochmal damit den leuten das richtig klar wird.



Da scheint aber einer sehr unzufrieden mit sich und seiner Situation zu sein. :wink:

8)

PS.:
Ich mache das Ganze neben einen 40-48 Stunden-Job. Und es geht. Keine Ahnung, was dieses Gejammer soll.



_________________
"Genie ist zu 1% Inspiration und zu 99 % Transpiration."
(Edison)
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BeitragVerfasst: So 11.04.2010 08:44
Schaut mal vorbeiSchaut mal vorbeiBeiträge: 14Registriert: So 02.12.2007 15:05
Hallo Zusammen,

also zum eigentlichen Thema kann ich leider nichts sagen, denn ich bin schon ziemlich weit mit meinem Kurs und wohne auch nicht in Hamburg :)

Aber ich wollte auch mal meinen Senf zum Thema Fernabitur allgemein kundtun:

Die Kritik von Leonard ist verständlich, wenn man sie von der Seite betrachtet, dass er sich das ganze mit dem Fernabitur eher wie einen Spaziergang vorgestellt hat.

Ich für meinen Teil arbeite Vollzeit, habe noch ne Menge anderer Hobbies ( und damit auch ausreichend soziale Kontakte) und schaffe mein Fernabitur auch. Wenn ich nicht aus verschiedenen Gründen eine ganze Zeit (insgesamt ca. 6 Monate) nichts gemacht hätte, wäre ich auch bereits mit meinen Prüfungen durch. Und das in den vorgegebenen 30 Monaten ( 3. Einstieg ILS).

Natürlich ist vieles bei ILS nicht so super, wie es für den Preis sein sollte, wie zum Beispiel die Mathe Hefte. Die sind wirklich unverständlich. Aber bei vielen Dingen muss man sich auch einfach mal die Prüfungsanforderungen anschauen. Wie oben bereits gesagt: in Chemie und Physik muss man nicht Alles auswenig lernen. Dafür gibt es Formelsammlungen, in Mathe muss man keine Beweise können und wer Deutsch mündlich hat, brauch nicht in jeder schriftlichen Interpretation oder Gedichtsanalyse eine 1 in der EA.

Mein Anspruch ist ein gutes Abitur, aber ich sehe nicht ein unnützen Stoff abzuspeichern. Zum Fernabitur gehört nicht nur selbstständiges Arbeiten, sondern auch selbstständiges Denken.

Wer dazu nicht bereit ist, sollte seine Entscheidung nochmal überdenken und zu einer anderen Schulform wechseln. Die Möglichkeiten sind da äußerst vielfältig und nicht nur auf Privatschulen beschränkt. Ausserdem müssen ja auch Privatschüler ein Externenabitur ablegen, also ob man dann mit diesem Wechsel etwas gewonnen hat?

Gruß,Miriam


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BeitragVerfasst: So 11.04.2010 12:16
Neu hierNeu hierBeiträge: 6Registriert: Di 26.01.2010 19:29
Und ich fände es ganz nett, wenn du hier nicht gleich jedem das Fernabitur miesmachen würdest. Sicher, es ist nicht einfach. Wenn man die Möglichkeit hat auf ein Abendgymnasium zu gehen, ist das sicher besser. Nur... nicht jeder hat diese Möglichkeit. Mir blieb das auch aufgrund deutscher Bürokratie verwehrt.

Ich mache das ganze jetzt schon eine ganze Weile und ich muss sagen, dass ich sehr gut damit zurechtkomme. Wobei ich wohl nur zu 10 - 20% von den Heften lerne - außer in Französisch wo die Texte didaktisch sehr gut aufgebaut sind.
Wie gesagt, ich komme damit super klar. Aber hab mir auch von Anfang an keine Illusionen gemacht, dass es einfach werden würde.

Ich habe einige Fachbücher gebraucht gekauft (dann sind die keineswegs teuer). Da ich zum Glück hauptsächlich Studenten im Freundeskreis hab (verschiedene Fachrichtungen) gibt es noch umsonst Nachhilfe. Aber ich gehe auch sonst noch zur Schülernachhilfe (da musste ich nur kurz meine Situation schildern und dabei war ich :)). Das ist auch durchaus bezahlbar.
Für die Fremdsprachen noch Tandempartner organisiert. Dieses Jahr will ich für ein WE auch nach Frankreich fahren.

Gut, ich muss zugeben. Wenn man sowieso den Großteil selbst organisieren muss, kann man sich das Fernstudium vielleicht auch sparen. *lach* Ja, eigentlich ist es eindeutig zu viel Geld gemessen an der Leistung die man erhält. Aber ganz ohne, hätte mir irgendwie auch der Leitfaden gefehlt. Außerdem lernt man dadurch auch einige Mitschüler kennen und kann sich gegenseitig motivieren. Trotzdem ist das Gesamtangebot dafür mager und 50% der Lehrer erklären die Sachen nie genau - bzw. antworten auf Fragen, die ich nie gestellt habe. *g* Aber unmöglich zu schaffen ist es nicht, denke ich. :)
Allerdings arbeite ich nicht Vollzeit, habe nur eine Teilzeitstelle bei einem Bekleidungsverkäufer.

Und ja, meine Freizeit besteht zum Großteil aus Lernen. Ich genieße das Wetter indem ich mich auf den Balkon oder mit einer Decke auf eine Wiese lege und dabei lerne. Wenn ich koche, Sport mache oder den Haushalt erledige, führe ich dabei Selbstgespräche auf Englisch und Französisch. Das Lernen bestimmt mein Leben von vorne bis hinten, von morgens bis abends. Aber weißt du was? Ich bin superhappy dabei und bereue es keineswegs.
Am Anfang war ich auch skeptisch, aber ich habe so viel gelernt. Die Musteraufgaben für die Prüfung sehen für mich mit jedem weiteren Lernmonat immer einfacher aus. ;)
Ich glaube wenn das Abi vorbei ist, muss ich erst einmal damit klarkommen vom Turbolernen wieder herunterzukommen. *lach*

Zu den Fächern:
Deutsch fällt mir auch schwer. Was man braucht ist ein gutes "natürliches" Gefühl für die Sprache. Meine erste Muttersprache ist Japanisch. (Gut ich bin hier geboren, aber hatte bevor ich in die Schule kam eigentlich nur Kontakt zu Asiaten und vielleicht Türken. ^^)
Die Texte muss man sich genau ansehen, notfalls mehrfach durchlesen und zum Schluss alles systematisch durchgehen. Damit klappt es ganz gut. Durch Nachhilfeunterricht hat es da *Klick* gemacht bei mir.

In Chemie und Physik kommt es wirklich mehr auf's Verständnis an! Die Formeln kannst du auch nachschlagen, viel wichtiger ist, dass du weißt _wie_ die Vorgänge ablaufen. Du solltest dich nicht so sehr auf die Formeln versteifen, sondern das was und wie zu begreifen versuchen! (Netter Nebeneffekt: Dann vergisst man die Formeln auch nicht, bzw. muss sich nur wenige merken und kann sich den Rest in wenigen Minuten herleiten.)
Wichtig ist da noch, dass die Mathematik der 5. - 8. Klasse (besonders Umformungen) perfekt sitzt und man weiß was mit Analysis so ungefähr gemeint ist. ;) Gut, ich bin ein "Nerd" was das angeht, aber so richtig sauschwer ist es wirklich nicht, wenn man durch das Thema durchgestiegen ist. "Pauken" musst du da eher in Latein oder Geschichte, in Physik und Chemie eher weniger.


Also. Nicht miesmachen. Es ist hart, aber mit der richtigen Einstellung macht es sogar Spaß. Das ganze mache ich seit 1 1/2 Jahren und bin eher motivierter als am Anfang. Da hab ich von der Sache nämlich nicht viel erwartet... ^^

Notenmäßig lief es am Anfang nicht so gut. 2.0 - 3.0. Derzeit beim Oberstufenstoff bin ich aber dafür supergenau und sehr diszipliniert beim Lernen. Jetzt bekomme ich alles zwischen 0.7 und 2.0 ;)
Also auch wenn Lücken hat, mit dem richtigen Willen kann man das noch umwälzen.


P.S.
Bei den Matheheften muss ich dir zustimmen. Da lerne ich fast ausschließlich mit Sekundärmaterialien und Hilfe von Ingenieurswissenschafts- und Physikstudenten. Sonst würde ich da Nachhilfe nehmen. (Mache ich bei Deutsch und Geschichte und bringt mir viel. :))


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BeitragVerfasst: Mo 23.08.2010 13:07
Neu hierNeu hierBeiträge: 6Registriert: Di 26.01.2010 19:29
Ich pushe einfach nochmal. ;)

Bin in den meisten Fächern schon recht fortgeschritten. Mathe und entweder Physik oder Chemie soll LK sein. Kann also Mathe-Ahnungslosen ganz gut unter die Arme greifen. (Fange grade mit Linearer Algebra an, Stochastik hatte ich allerdings noch nicht)
Bin dafür in Französisch nicht so weit, da ich erst spät (Anfang des Jahres) gewechselt habe. Bin da ganz diszipliniert dabei, aber Sprachpraxis fehlt. Wäre über Französischprofis also sehr erfreut. :)

Habe auch in den anderen Fächern nicht wirklich Probleme. Suche trotzdem ein paar nette Kontakte zum Lernen.

Auch wenn ich bei der HAF bin, freue ich mich über ILS-Lerner. Die meisten Sachen überschneiden sich ja sowieso.


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